Energieeffizienz
2. Infoveranstaltung der Energiekommission Büsserach
Die Infoveranstaltung am 27. Oktober 2025 diente dazu, die Bevölkerung über aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten zur Energieerzeugung, Speicherung, Nutzung und Kostensenkung zu informieren. Im Mittelpunkt standen lokale Energiedaten, neue Stromtarife, die Nutzung von Solarstrom sowie Projekte im Bereich Photovoltaik und Batteriespeicher. In Büsserach sind derzeit 129 PV-Anlagen installiert, davon 13 neue im Jahr 2025, was einer Fläche von rund zweieinhalb Fußballfeldern entspricht. Der Anteil von Solarstrom liegt bei 16,6 Prozent und damit über dem Schweizer Durchschnitt.
Stromtarife und Eigenverbrauch
Ein zentrales Thema waren die neuen Wahltarife von Primeo Energie. Mit den Modellen „NetzAktiv“ und „NetzDynamisch“ können Haushalte durch gezielte Energienutzung bis zu 20 Prozent bei den Netznutzungskosten sparen.
Für die Einspeisung von Solarstrom bietet der Tarif „SolarAktiv“ bis zu 30 Prozent höhere Erträge gegenüber dem Standardtarif.
Ergänzend wurde die Bedeutung des Eigenverbrauchs hervorgehoben, der durch Zusammenschlüsse wie ZEV, virtuelle ZEVs, lokale Elektrizitätsgemeinschaften und Solar Sharing-Modelle gesteigert werden kann.
PV-Wachstum und Energieeinsparungen
Die Veranstaltung zeigte zudem das starke Wachstum von Photovoltaik und Batteriespeichern weltweit und in der Schweiz.
Lokale Projekte wie die PV-Anlage Wydenmatt, ein geplanter Carport mit Solardach und Batteriespeicherlösungen sollen die Energieversorgung vor Ort weiter verbessern. Auch die öffentliche Beleuchtung wurde optimiert: Durch den Ersatz alter Leuchten durch LED und den Einsatz intelligenter Steuerungen liessen sich bis zu 84 Prozent Energie einsparen.
Energieeffizienz beim Heizen und Warmwasseraufbereitung
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Heizung und Warmwasser, die zusammen den größten Anteil am Energieverbrauch ausmachen. Einfache Massnahmen wie die Senkung der Raumtemperatur, die Nutzung von Nachtabsenkungen und der Austausch alter Umwälzpumpen gegen Hocheffizienzpumpen können erhebliche Einsparungen bringen. Für Warmwasser wurden Lösungen wie Wärmepumpenboiler und Wärmetauscher vorgestellt, die den Energiebedarf deutlich reduzieren. Im Haushalt können durch den Einsatz von LED-Beleuchtung, effizienten Geräten und smarter Steuerung bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden.
Zusammenfassung
Durch eine Kombination aus Tarifoptimierung, grössere Nutzung von Solarstrom für den Eigenverbrauch und Effizienzmassnahmen sind Einsparungen von 20 bis 40 Prozent möglich. Gemeinschaftsmodelle und neue Technologien fördern die lokale Energieversorgung und tragen zur Kostensenkung bei. Die nächsten Schritte umfassen die Umsetzung geplanter PV-Projekte inklusive Carport, die Installation und Inbetriebnahme der Batteriesysteme, sowie der weitere Ausbau der Strassen-LED-Beleuchtung in den laufenden Strassenprojekten.
Weitere Auskünfte erhalten Sie von der Energiekommission.