Schloss


Geschichtliches

 

Namensformen:

Schloss Thierstein

1288 Tiersten. 1311 Tyerstein. 1432 Thierstain. 1471 Dirstein.
Heute meist Tierstein oder Thierstein.

 

Lage:
Thierstein liegt oberhalb Büsserach, an der Lüssel, die Strasse über den Passwang
beherrschend. Die Gemeinde gehört zum Bezirk Thierstein.

 

Gründung:

Schloss Thierstein

Als die Grafen von Saugern (Soyhières) am Ende des 12. Jahrhunderts ausstarben, erbte Graf Rudolf I. von Thierstein (Fricktal), Sohn Rudolfs IV. aus dem altthiersteinischen Geschlechte, einen Teil des saugerschen Besitzes: die Kastvogtei über die Klöster Beinwil, Kleinlützel und Frienisberg und kleinen Eigenbesitz im Lüsseltal usw. Die Thiersteiner siedelten aus dem Fricktal ins Birstal hinüber:

Ende des 12. Jahrhunderts Bau des Schlosses Thierstein.

 

Rechte der Thiersteiner:
In erster Linie Hoch- und Frevelgerichtsbarkeit, Schutz der Klöster und ihre Leute (Gotteshausleute).
 
1350   Spaltung des thiersteinischen Grafenhauses in zwei Linien:
             1. Thierstein-Pfeffingen und 2. Thierstein-Farnsburg. Die erste Linie blieb im Birstal
             und im Besitze der Thiersteiner.
1356    Am 18. Oktober: Beschädigung der Veste Thierstein durch das Erdbeben von Basel.
1400    August 29. Beim Bestreben der Habsburger vor und nach der Schlacht bei
             Sempach, die Hand auf den Jura zu legen, tritt Graf Walram der ältere von Thierstein
             in ein Dienstverhältnis zu Österreich: Thierstein offenes Haus der Habsburger.
1406    Die Grafen Bernhart und Hans, Walrams Enkel verpfänden Thierstein usw. an den
             Basler Achtburger Hügli von Laufen.
1424    Dieser tritt das Pfand an den Bischof von Basel, Johann von Fleckenstein, ab.
1427    Der Bischof verkauft das Pfand an den Basler Hans Schönkind.
1440    März 4. Graf Hans von Thierstein löst das Pfand wieder ein.
1441    August 7. Reichslehen geworden. Von jetzt an suchen die Solothurner die Burg zu
             gewinnen.
1445    April 21. Die Solothurner besetzten die Veste Thierstein.
1450    Solothurnischer Verzicht auf Thierstein.
1451    Der Basler Peter Schönkind erwirbt Thierstein als Pfand.
1456    Hans von Laufen im Pfandbesitz von Thierstein. Gefahr, dass die Burg an Basel fällt.
1462    April 5. Die Stadt Solothurn erwirbt von Hans Laufen das Pfand.
1464    Graf Oswald von Thierstein Burger von Solothurn. Burg Thierstein bildet den
             Mittelpunkt der solothurnischen Ausdehungspolitik im Jura in den Jahren 1462-1468
1469    Solothurn gibt die Burg an die Grafen von Thierstein zurück, behält sich aber das
             Vorkaufsrecht vor.
1481    Dez. 22. Im Solothurner Bundesbrief von Stans wird Thierstein zum Hilfskreis
             gerechnet, innerhalb dessen die acht alten Orte den Solothurnern zu Hilfe ziehen
             wollten.
1487    Erneuerung des thiersteinischen Burgrechtes mit Solothurn. Thierstein offenes
             Haus der Solothurner.
1499    Die Solothurner besetzten Thierstein im Schwabenkriege, während die Grafen von
             Thierstein im kaiserlichen Lager dienen. Nach dem Krieg fällt das Schloss an die
             Thiersteiner zurück.
1512– Thierstein von Solothurn neuerdings besetzt, weil die Thiersteiner auf französischer
1514    Seite dienen.
1517    Graf Heinrich, der letzte Thiersteiner, der Solothurner überdrüssig, verkauft
             Thierstein an den Bischof Basel. Einsprache Solothurns.
1518    Die Solothurner besetzten zum letzten Mal und endgültig die Burg Thierstein.
1519    Graf Heinrich tot.
1522    Vertrag zwischen Bischof von Basel und Solothurn. Solothurn erhält Schloss und
              Herrschaft Thierstein, die Kastvogtei über Beinwil, die Dörfer  Büsserach, Erschwil,
              Breitenbach, Grindel, St. Pantaleon und Nuglar mit hohen und niedern Gerichten.
              Thierstein Mittelpunkt einer solothurnischen Landvogtei.
1527    Neuordnung der Vogtei: Bärschwil, Himmelried und Kleinlützel werden hinzugefügt;
              Nuglar und St. Pantaleon aber zu Dorneck geschlagen.
1530    Schultheiss Peter Hebolt empfängt auf dem Reichstag zu Augsburg von Kaiser Karl
              V. Thierstein als Reichslehen. Thierstein ist Sitz des Landvogtes bis zum Jahre
              1798 in stiller Abgeschiedenheit.
1798     Nach dem Einfall der Franzosen erwarb auf öffentlicher Steigerung der Erschwiler
              Bäcker  Josef Borer das Schloss auf Abbruch.
19.Jh.   Die Ruine, d.h. die Mauern standen noch, kam in Basler Privatbesitz.
1893    geschenkt an die Sektion Basel des Schweizerischen Alpenklubs, der für Pflege und
              Unterhalt des Gebäudes sorgt. Stube des Alpenklubs  im Schlosse.
1997    Die Süd-West-Wand der Ruine stürzt ein.
1999    Kauf des Schlosses durch die Gemeinde Büsserach.
2000    Wiederaufbau und Sanierung.
2001    Vom 21.–23. September feierliche Einweihung der in neuem Glanz erwachten Ruine
             und Freigabe für Besichtigungen und feierliche Anlässe.

   

    

Öffentliche Schlossbesichtigungen

In der Sommerzeit finden immer am letzten Sonntag des Monates öffentliche Schlossbesichtigungen mit Festwirtschaft statt. Von 11.30 - 17.00 Uhr können Intressierte das Schloss Thierstein selbständig besichtigen. Die Anlässe sind bei Einwohnern sowie bei Auswärtigen sehr beliebt und gut besucht.
 
Schlossbesichtigungen 2018

28. Oktober 2018
 
Schlossbesichtigungen 2019
 
26. Mai 2019
30. Juni 2019
28. Juli 2019
25. August 2019
29. September 2019
27. Oktober 2019
  
   
    

Vermietung Schloss Thierstein

Schloss Thierstein.jpgDas Schloss Thierstein kann für private Festlichkeiten gemietet werden. Alle Informationen dazu finden Sie im Schlossreglement. Gerne können Sie das Schloss vor der Reservation besichtigen. Nehmen Sie dazu mit dem Schlosswart Kurt Strübi Kontakt auf. Die Reservation sowie die Vertragsausstellung erfolgt über die Gemeindeverwaltung Büsserach.

Schlosswart: Kurt Strübi, Wahlenstrasse 19, 4227 Büsserach, Tel. 076 573 27 39

Reservationen: Gemeindeverwaltung Büsserach, Roger Strohmeier, Tel.  061 789 90 31   roger.strohmeier@buesserach.ch

Das Schloss Thierstein kann auch online reserviert werden, unter folgendem Link: Reservationen

Reglement Schloss

103-0344_IMG.JPG 103-0344_IMG3.JPG Schloss aussen treppe.JPG
Schloss aussen vorne.JPG Schloss innen 1.JPG Schloss innen.JPG
Schloss mit fahne.JPG Schloss Thierstein.jpg Schloss Thierstein1.JPG
Schloss.JPG