Sehenswürdigkeiten
Die dunklen Räume haben den Vögten von Thierstein auch als Arrestzellen gedient.
Die alte Mühle rechts im Bild wurde um dieselbe Zeit erbaut. Sie hatte das Privileg einer Bannmühle (Kundenmühle). Das heisst, sie hatte viel mehr Freiheiten als eine normale Mühle und war die älteste von der ganzen Region Basel. Aus alten geschichtlichen Überlieferungen steht über das Teich geschrieben, dass es sich um einen Bach handelt, der durch des Landvogts Matten fliesse. Das Wasser fliesst heute noch durch das ursprüngliche Teich zum Mühlerad, welches aber nicht mehr in Betrieb ist, und fliesst ungenutzt wieder in die Lüssel. Ein Stück Nostalgie bleibt uns damit erhalten.
Der neue Kreuzweg auf der «Langen Flue»«Einst waren die Büsseracher fromme Leute». So steht eine Reportage über den alten Kreuzweg auf der Langen Flue im Schwarzbueb-Kalender 1978. Im Jahre 1880 stiftete der Junggeselle Peter Jeker aus Büsserach (1825–1912) den Kreuzweg, 14 Metallkreuze auf Steinsockeln. Nachdem keine Bittgänge mehr stattfanden, begann der Kreuzweg zu verwildern und Vandalen machten sich ans Werk. Die Kreuze wurden abgerissen und mitgenommen und die Steinsockel teilweise umgestossen.
Dass dieser Kreuzweg der Nachwelt erhalten bleiben muss, war die spontane Idee von Werner Meier-Jeger und Marcel Roth-Hell. Sie ergriffen 1998 die Initiative zur Wiederherrichtung des Kreuzweges. Im Jahre 1998 haben sie mit der Planung begonnen und bei der Kirchgemeinde und Einwohnergemeinde die nötigen finanziellen Mittel beschafft.
Der grösste Teil des Arbeitsaufwandes erfolgte in Fronarbeit. Neben freiwilligen Helfern hat auch eine Gruppe der Zivilschutzabteilung Büsserach, unter der Leitung des Ortschefs Urs Boos, den Weg bis zur «Kreuzlifels» ausgebaut.
Die Einsegnung des neuen Kreuzweges erfolgte am Samstag, den 03. Juli 1999, durch Pfarrer Franz Dippert, unter Mitwirkung des Kirchenchores und im Beisein von Ammann Franz Gisin sowie zahlreichen Pfarreiangehörigen.
Auf halber Strecke des Kreuzweges befindet sich ein grosser Rastplatz mit Feuerstelle und Sitzgelegenheit. Ein willkommenes Wanderziel für Familien und Gruppen.
Leider haben sich bereits wieder Vandalen am Kreuzweg vergangen. Alle Kreuze wurden mit Steinen beworfen und beschädigt und teils abgerissen. Polizeiliche Ermittlungen sind im Gang. Die Einwohnergemeinde hat die finanziellen Mittel zur Wiederherstellung zur Verfügung gestellt. Wir sind stolz auf unseren neuen Kreuzweg und er soll in Ehren gehalten werden. Darum ein Appell an die Besucher: Seid aufmerksam und meldet allfällige Unstimmigkeiten oder verdächtige Personen der Gemeindeverwaltung.
Sie wurde 1684 im Barockstil erbaut. Während der letzten Renovation im Jahre 1982 wurde die unter einer Gipsdecke verborgene bemalte Holzdecke sichtbar gemacht. Die Front ist reich verziert und bildet mit der Statue, der hl. Mutter Anna, zusammen einen Ort, der zur Andacht einlädt.
| Restaurationskosten: | Fr. 16600.00 |
| Kantonsbeitrag: | Fr. 8400.00 |
Mit Regierungsratsbeschluss vom 25. Januar 1999 wurden die Wegkreuze an der Fehrenstrasse (datiert aus dem Jahre 1868) und an der Oberfeldstrasse auf Antrag der kantonalen Denkmalpflegekommission und dessen Leiter unter kantonalen Denkmalschutz gestellt und in das Verzeichnis der geschützten historischen Kulturdenkmäler des Kantons Solothurn aufgenommen.
Geschützte historische Kulturdenkmäler sind vom jeweiligen Eigentümer so zu erhalten, dass ihr Bestand gesichert ist. Sie dürfen ohne Zustimmung der kantonalen Denkmalpflege nicht verändert werden.
Ein Turm als Museum
Immer wieder erfreulich sind Menschen, die voller Begeisterung für eine Sache sind und die sich überdurchschnittlich engagieren. Es sind dies unter anderem Hanspeter und Cécile Lüthi-Dobler, das Sigristen-Ehepaar der St. Petrus-Kirche in Büsserach. Es sammelt seit Jahrzehnten
sakrale Gegenstände, die mit Büsserach und der St. Petrus-Kirche zusammenhängen.
Vom SammelnSammler dokumentieren Geschichte. Ihre Leidenschaft bringt für die Gesellschaft viele Vorteile: Sie hilft mit, Identität zu stiften. Wer wir sind, woher wir kommen: dies lässt sich mit Hilfe von kulturhistorischen Gegenständen dokumentieren.
Manch ein Objekt aus der Geschichte der Kirche mag aufbewahrt worden sein, erst Lüthis haben erkannt, dass ihre Aufreihung und Exposition ihnen eine Wertschätzung verleihen.
Zivilschutz
Im Museum, einem ehemaligen Wachturm, standen sehr viele Gegenstände, zum Teil beschriftet. Der Zivilschutz half 1999, die Sammlung nach Wertvollem zu durchkämmen und gab Hinweise für eine zeitgemässe Ausstellungsform.
Der Turm
Der unter Heimatschutz stehende, renovierte Turm, in welchem sechs Glocken hängen (vier wurden 1865 in Aarau gegossen, zwei sind 1963 geweiht worden) trägt die Jahrzahl 1464. Im Jahre 1995 wurde darin das Museum eingerichtet.
Das Ausstellungsgut
Auf mehreren Etagen verteilt sind zumeist alte sakrale Gegenstände, mit und ohne Jahrzahl. Viele werden ins 18. Jahrhundert datiert.
An den Wänden hängen: Madonnengemälde, in den Nischen stehen auch Krippenfiguren. Einige sehr beachtliche Marienstatuen verschiedenen Alters vervollständigen die Ausstellung. Dazu kommen Dokumente und viele Objekte, die die Geschichte mehrerer Kirchen dokumentieren.
Altes Uhrwerk
Der Turmmuseum-Kustos hat es eigenhändig gereinigt und wieder zum Ticken gebracht. Es stammt aus der Turmuhren-Fabrik A. Bär, Gwatt/Thun, aus dem Jahre 1953. Es hat eine Kurbel (Gewichts-Aufzug).
Alte PriestergewänderDas Messgewand gehörte Abt Augustin Borer persönlich. Auf der Rückseite ist das Monogramm Borers B eingestickt. Es ist mit Glasperlen geschmückt
An der Eucharistiefeier wurde es getragen. Es ist nicht bekannt, in welchem Kloster es gefertigt wurde (Frauenklöster machen die Messgewänder).
Abt Augustin Borer, Bürger von Büsserach, hat das ca. achzig Jahre alte Gewand der Heimatgemeinde geschenkt.
Holzstatuen
In der neuen, 1953 eingeweihten Kirche befinden sich barocke Holzstatuen, darunter fällt eine aus Lindenholz geschnitzte Madonna- eine der schönsten der Nordwest-Schweiz.
Der ehemalige Hauptaltar ist in der Kirche in Riom, Savognin, Graubünden zu finden. In Riom ist der Hauptaltar aus der Büsseracher-Kirche, die Holzstatue "Schöne Madonna" ist in Büsserach. Sie wurde 1530 geschaffen
Unter dem GlockenstuhlHier ist die Etage mit verschiedenen alten Gebetsbüchlein, Bildern, sowie einem Videofilm zum Glockenaufzug von 1963 zu sehen.
Die GlockenIm Glockenstuhl befinden sich sechs Glocken.
| Statuen | Durchmesser | Gewicht | Jahr |
| Urs und Viktor | 65 cm | 175 kg | 1864 |
| Schutzengel | 78 cm | 324 kg | 1963 |
| Josef | 78 cm | 375 kg | 1864 |
| Maria | 100 cm | 750 kg | 1864 |
| Petrus | 130 cm | 1500 kg | 1864 |
| Bruder Klaus | 155 cm | 2250 kg | 1963 |
| Adresse | Kirchturmmuseum |
| Öffnungszeiten | nach Vereinbarung |
| Kontakt | Familie H.P. Lüthi-Dobler |
| Kosten | Eintritt: freiwillig |
| Arbeitsformen | Alle Arbeitsmittel erlaubt. |
| Schulraum | Lokal unter der Kirche. |
| Hilfsmittel im Museum | Treppen als Sitzplätze. |
| Garderobe | Nein, Kleider lassen sich auf die unteren Treppen legen. |
